Wings for Life World Run 2019

Die Erkenntnis hat mich heut arg getroffen, als ich in einer meiner Whatsapp-Gruppen mit meiner Wings for Life World Run Teilnahme angeben wollte. Aber: Es gibt tatsächlich Menschen, die keine Ahnung haben, was der World Run ist. Und das finde ich schade, schließlich ist es das geilste Lauf-Event auf der ganzen Welt. Die Eckdaten: 120.000 Menschen sind heuer zur selben Zeit (11 UTC) losgelaufen – auf der ganzen Welt. In Australien bei Nacht, in Florida bei Sonnenaufgang und bei uns halt mittags. 30 Minuten nach dem Start der Läufer fahren Catcher Cars los, mit einer konstanten Geschwindigkeit, die sich alle 30 Minuten erhöht. Wer vom Catcher Car eingeholt wird, ist draußen. Wer am längsten läuft, gewinnt. Heuer gewannen ein Russe und eine Russin – er ist über 65 km gelaufen, war über 4 Stunden im Rennen. Das ganze ist ein Event von Red Bull, 100 % des Startgelds (60 Euro, wenn ich mich richtig erinnere), fließen in die Rückenmarksforschung. Das Motto ist daher auch „Running for those who can’t“.

Heuer war es endlich für mich auch Time to Shine. Ich war immer als Zuschauerin in Wien dabei und immer mega ergriffen. Letzten September hab‘ ich mir ein Herz gefasst und mich auch angemeldet. Keine Ahnung, wieso ich das nicht schon viel früher gemacht habe. Laufen tu‘ ich schließlich jetzt ja schon einige Zeit. Die Trainingsvoraussetzungen waren gut, ich wollte 8 km schaffen. Ich ahnte aber, dass 10 km drin sein würden. Und letztlich wurden es 12,4 km laut Auswertung. Insgesamt bin ich 12,86 gelaufen, weil unser Startblock so weit hinten war. Alles in allem war es, trotz strömenden Regens und Temperaturen um die 9 Grad wirklich ein sehr motivierendes und spaßiges Erlebnis. Ich habe jede Sekunde davon genossen. Und trotz teilweise anstrengender Abschnitte meine Liebe zum Laufen nicht verloren.

Meinen lowest point hatte ich wahrscheinlich so bei Kilometer 11, als ich drei depperte Lieferantenradl-Fahrer angebrüllt hab. Also, ob sie deppert waren, kann ich so nicht sagen. Die Idee, zu dritt direkt vor mir über die Laufstrecke laufen zu wollen, fand ich halt deppert. Das habe ich mit drastischer Fäkalsprache auch zum Ausdruck gebracht. Und bei all der guten Organisation – immerhin galt es, 13.500 Starter in Wien unter einen Hut zu bringen – gibt es auch da ein paar Dinge, die man verbessern könnte. Zum Beispiel war schon seit einer Woche klar, dass es regnen würde. Gab es ein Zelt? Ja. Ein kleines. Da kam aber um 11:30 schon keiner mehr rein. Gab es die Möglichkeit, sich auch nach dem Lauf irgendwo kurz umzuziehen? Nicht wirklich. Die Uni, in der vor dem Run die Startnummernausgabe erfolgte, war einfach zugesperrt. Danke für nix, quasi. Als Treffpunkt nach dem Lauf und zum Trockene-Kleidung-Anziehen wär das wirklich praktisch gewesen. Und 20 Duschen für 13.500 Läufer sind selbst bei nicht-strömendem Regen recht optimistisch kalkuliert. Schade war auch, dass es auf der Strecke fast keine Unterhaltung gab, also keine Musik. Erst auf der Mahü (nach ca. 8 (?) km) und dann unten am Ring wieder, nach 10 km.

Egal – it’s over, und nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Die Voranmeldung für den 3. Mai 2020 ist erledigt. Jetzt nur nicht stehen bleiben…

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