Venedig im Sommer 2020

Ich muss gestehen: Ich war vor kurzem in Venedig. Ich weiß ja nicht, wie ihr zu der ganzen Sache steht, aber bis vor einigen Wochen war es für mich noch klar, dass ich im Sommer einfach daheim bleibe. Mir war die Aussicht auf Grenzwartezeiten zu mühsam. An ein Fliegen mit Maske wollte ich gar nicht denken. Und abgeshen von den formalen Unannehmlichkeiten wollte ich natürlich auch vermeiden, dass ausgerechnet ich mich anstecke. Nicht wegen mir, sondern weil ich nicht jemand sein will, der eine Krankheit verbreitet.

Dann aber wurde ich immer nervöser. Seit meinem Trip nach Berlin Anfang März habe ich keinen Fuß mehr außer Landes gesetzt. Tapetenwechsel musste her. Irgendein See mit dem immer gleichen Alpenpanorama sollte es aber auch nicht sein. Ich hatte keine Lust darauf, Unmengen von Geld für potentiell drei Tage im Regen auszugeben. Dazu kam, dass auch Schönheit spontan weg wollte. Wir haben uns fürs Naheliegende entschieden und sind nach Italien gedüst. Natürlich mal wieder in meinem Batmobil. Ich liebe schließlich Autofahren und Schönheit ist ein super Beifahrer – mit Teamwork kamen wir um 8 Uhr morgens in Venedig an.

Es war ein strahlend schöner Tag und die Lagunenstadt so leer, wie ich sie noch nie zuvor erlebt habe. Wir sind ziel- und planlos herumgeschlendert, haben Fotos gemacht und eine romantische Gondelfahrt gemacht. Letzteres war übrigens nicht meine Idee. Ich finde 80 Euro für 25 Minuten und 2 Personen in einer Gondel schon ziemlich frech. Der Gondoliere ließ sich mangels Alternativen auf 60 Euro herunterhandeln und gab noch ein paar Familiengeschichten zusätzlich zum Besten, Schönheit wollte unbedingt. Also haben wir’s halt gemacht und geliebt. Auch das Aman haben wir von weitem gesehen.

Wir sind am Canal Grande entlanggetuckert, es war unglaublich wenig los. Die Stimmung war sehr friedlich, das Wasser in den Kanälen war klar, alles war so stressfrei. Genau so soll das sein. Klar, ohne Touristen keine Kohle und ohne Kohle wahrscheinlich kein Venedig mehr. Aber mal durchatmen tut der Stadt ganz gut, wie wir festgestellt haben.

Dann gab’s noch Aperol Spritzer direkt am Markusplatz (erste Reihe fußfrei und um 9 Euro das Stück). Es war einfach wunderschön. Die Stimmung ein wenig getrübt hat nur der Versuch eines Kellners, uns einzureden, dass wir nicht bezahlt hätten. Da quasi der gesamte Venedig-Trip für Instagram festgehalten worden war, konnten wir aber zum Glück den Fotobeweis antreten. Wir haben aber etwas Wichtiges gelernt: always take the receipt! Ohne Beleg keine Zahlung.

#italien #italy #venice #venedig #trip #sommer2020

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s