Simon Beckett – Der Hof

Zum Inhalt:

Es ist ein heißer Sommer. Und ausgerechnet den hat sich der Brite Sean ausgesucht, um vor dem Gesetz auf der Flucht zu sein. Gut, so richtig selbst ausgesucht hat er sich das nicht. Dinge sind passiert. Deshalb setzt er sich nach Südfrankreich ab. Seinen Wagen musste er loswerden. Also ist er zu Fuß unterwegs auf einer Landstraße, über deren Asphalt die Hitze flirrt. Da kommt plötzlich ein Polizeiauto und Sean muss sich in die Büsche schlagen. Blöd, dass er dabei in eine Bärenfalle gerät. Und auch, wenn es sich so anfühlt: er stirbt nicht an seinen Verletzungen, sondern wird gerade noch rechtzeitig gefunden.

Das Grundstück mit den Bärenfallen gehört nämlich zu einem einsam gelegenen Hof. Dieser wird von Vater Arnaud und seinen beiden Töchtern Mathilde und Gretchen bewohnt. Da ist auch noch Mathildes Baby, doch vom Vater des Babys ist keine Spur. Sean wird auf dem Hof gesund gepflegt und merkt schnell, dass es einige Geheimnisse gibt, die ihn umgeben. Auch abgesehen vom abwesenden Babyvater. Als er kurz einmal im Dorf ist, schlägt ihm eine Welle von Feindseligkeit entgegen. Sean bleibt am Hof, um mitzuhelfen und sein verletztes Bein auszukurieren. Ins Krankenhaus kann er ja schließlich nicht, er ist auf der Flucht. Deswegen wird es auch ziemlich gefährlich, als er sich dem Familiengeheimnis der Arnauds immer mehr nähert…

Meine Meinung

Ich habe das Buch gelesen, als ich in Indien beim Ayurveda war. Da gab es eine wirklich gut bestückte Bibliothek und weil ich sonst ja nichts tun durfte, war ich in etwas mehr als einem Tag durch das Buch. Es ist nämlich wirklich spannend und tut alles, was ein guter Thriller tut. Die Spannung ist erst subtil, baut sich dann auf und wird schließlich so greifbar, dass man auf den erleichternden Showdown nur so hinhofft. Der Grund, weshalb Sean auf der Flucht vor der Polizei ist, wird in Rückblenden langsam offenbart, genaus wie die Gefühlslage des Protagonisten.

Die anderen Figuren entwickeln sich in dieselbe Richtung. Sie sind von Anfang an greifbar und wirken vielschichtig, was den Spannungsbogen zusätzlich schärft. Simon Beckett ist einfach einer der besten Autoren, wenn es darum geht. Ich mochte das Buch wirklich und fand es spannend. Nie kam ein Durchhänger. Zusätzlich cool war natürlich, dass das beschriebene Wetter so gut zu dem Wetter passte, das ich in Indien in dieser Zeit (November) erlebte. Von mir eine absolute Lese-Empfehlung.

Die Details:

Original: Stone Bruises (2015)
Seiten: 464 (Rohwolt Taschenbuch)
ISBN: 978-3499268380
Preis: 12 Euro

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