Blogmas 4.12 | Barbara-Tag

Gibt es bei euch den Barbara-Brauch? Ich selber hab das schon länger nicht mehr gemacht, aber als ich noch klein war, haben wir sogar in der Volksschule einen Barbara-Zweig gehabt. Daheim sowieso. Dabei wird einfach von einem Obstbaum ein Zweig abgeschnitten und in der Wohnung in eine Vase gestellt. An Weihnachten blüht er dann. Das soll einerseits die Wohnung schmücken, andererseits diente der Brauch auch als eine Art Orakel.

Junge Frauen haben jedem Zweig den Namen eines Verehrers zugewiesen. Der, der zuerst blühte, sollte das Rennen machen oder liebte sie am meisten. Und Bauern glaubten daran, dass die Anzahl der Blüten die Größe der Ernte im nächsten Jahr voraussagen sollte. Der Ursprung des Brauches liegt irgendwann im 13. Jahrhundert. Er soll auf die Legende rund um die Heilige Barbara (der Gedenktag der Heiligen ist der 4. Dezember) zurückgehen.

Sie ist angeblich mit ihrer Kleidung am Weg ins Gefängnis an einem Zweig hängen geblieben. Barbara brach den Zweig ab und stellte ihn in eine Vase mit Wasser. An dem Tag, an dem sie für ihren Glauben starb, soll der Zweig aufgeblüht sein.

Wie in den letzten Jahren habe ich auch heuer keinen aufgestellt. Meine Mutter auch nicht. Sie findet es blöd, im Winter einen Baum zu verletzen und ihm einfach einen Zweig zu klauen. Und für mich ist es einfach ein Brauch, der in seiner Anmutung nicht zu meinem Weihnachtskitsch passt. Als Verehrungs-Orakel brauche ich es auch nicht, da ist die Auswahl zu gering 😉

Habt ihr einen Barbara-Zweig aufgestellt?

 

#blogmas #weihnachten

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