Chaos im Kopf

Am Mittwoch war ich mit zwei guten Freunden spontan etwas trinken. Wir nennen sie der Einfachheit einfach Schus und Rubs. Schus ist 23 und arbeitet in einem ähnlichen Bereich wie ich. Er hat also auch mit Medien zu tun. Rubs macht etwas ganz anderes, ist aber auch selbstständig und kreativ. Er ist gerade 40 geworden. Der Dialog, der sich zu späterer Stunde ergab, war ungefähr folgender:

Schus: „Was gibt euch eigentlich das Laufen? Warum macht man das? Ich verstehe es nicht.“
Rubs: „Es hilft mir, meine Gedanken zu ordnen.“

Ich konnte nur bestätigend nicken, denn das Chaos im Kopf kenne ich selbst nur zu gut. Mir kommt es vor, als würde über mir eine riesige Wolke mit Ideen, Plänen und Projekten schweben. Dauernd kommt Neues dazu, alles davon will ich machen. Aber ich bin eben nur ich. Die Humanpower, die mir zur Verfügung steht, ist genau 1. Denn anders als Schus, der von sich selbst sagt, er sei ein reiner Denker ohne Willenskraft, etwas umzusetzen, möchte ich TUN. Ich will die Ideen, die ich habe, zum Leben erwecken. Immer. Und das geht eben nicht immer alles auf einmal. Und ehrlicherweise macht es mich traurig, dass ich wohl nicht alles, was ich gern tun will, in ein Leben quetschen werde können. Ich muss mindestens 200 Jahre alt werden, ich seh’s schon.

Wenn ich laufen gehe, ist das auch meine Pause. Genau wie bei Rubs werden meine Gedanken dann ein bisschen klarer. Sie streiten sich nicht mehr länger um die Pole Position, sondern ordnen sich manchmal ganz natürlich nach Prioritäten. Momentan haben die Projekte Priorität, die Geld bringen. Ich weiß nicht, ob das klug ist. Denn klarerweise bekommen die die meiste Zeit und Energie. Dadurch werden aber genau diese Projekte die bleiben, die das meiste Geld bringen. Wisst ihr, wie ich meine? Wie löst man dieses Problem?

Vielleicht habt ihr ja eine Idee. XXX

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