Ein Tag im Zoo

Ich hasse Zoos. Ich hasse sie, weil ich Tiere mag. Jeder, der schon einmal eine Giraffe in freier Wildbahn gesehen hat, versteht das. Oder einen Elefanten. Oder einen Löwen. Eigentlich jedes Tier. Trotzdem war ich am Sonntag im Tierpark Schönbrunn in Wien. Ich war da, weil eine meiner Freundinnen aus einer anderen Stadt da war und da halt gern hin wollte. Der Schönbrunner Tierpark hat einen ziemlich guten Ruf, ich weiß, dass auf artgerechte Haltung dort mit Sicherheit mehr Wert gelegt wird als in anderen Zoos. Trotzdem bleibt es ein Ort, an dem Tiere hinter Gittern Zeit verbringen. Klar, die haben vielleicht keinen Stress, an Futter zu kommen oder ihr Revier zu verteidigen.

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Aber ob ihnen der menschengemachte Stress auf der anderen Seite des Geheges mehr zusagt? Laute Kinder, ein Potpourri seltsamer Gerüche, an Scheiben klopfende Menschen, blitzende Fotoapparate. Und da komme ich eigentlich an den Punkt, über den ich nachgedacht habe. Weil: Wenn du an einem sonnigen Nachmittag im Freien den Blitz an deiner Spiegelreflex-Kamera einschalten musst, um Tiere zu fotografieren, dann hast du absolut keine Ahnung vom Fotografieren. Und auch nicht von Respekt Tieren gegenüber. Schade, dass ich viel zu feig bin, um Menschen darauf hinzuweisen. Und schade, dass nicht viel mehr Aufsichtspersonen unterwegs sind, um diese ignoranten Idioten zurecht zu weisen. Genauso wie die an Scheiben klopfenden Kinder. Denn wer 20 Euro Eintritt verlangt, sollte sich das doch leisten können…

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