Gott & Söhne – Review

Gestern war mal wieder Kultur angesagt. War eh schon Zeit, find ich. Schließlich hab ich in letzter Zeit qualitativ nichts Hochwertigeres als „My 600 lb Life“ geschaut. (So, jetzt ist es raus. Das war jetzt eine Staffel lang mein guilty pleasure). Praktischerweise habe ich einen Theaterafficionado als Bekannten, mit dem kann man sowas dann machen. „Gott & Söhne“ hat er uns ausgewählt, ein Kabarett von und mit Manuel Rubey und Thomas Stipsits. Er kennt die beiden persönlich ein bisschen und hat das Stück schonmal gesehen und es geliebt. War also a safe Partie, könnte man sagen. Und trotzdem war ich gespannt, weil Theaterafficionado Patrick ist jung und mag normalerweise ganz andere Dinge als ich, es hätten ja auch 100 Minuten Langeweile und flache Wuchteln (statt bladen 300 Kilo-Wuchteln) sein können.

Glücklicherweise war die Sorge unbegründet. Die beiden spielen sich Arthur Schnitzlers „Reigen“ ähnlich einer Geschichte rund um die sieben Todsünden entlang, bauen das Publikum mit ein (aber nicht auf ungut) und bleiben situationselastisch. Es wären nicht Rubey & Stipsits, würden sie nicht auch auf Aktuelles Bezug nehmen und den ein oder anderen Regierungswitz fallen lassen – und dabei nie den Faden verlieren, den sie meisterlich spinnen. Sie spielen schnell, sie spielen gekonnt, sie spielen elegant. Das Programm ist jetzt an sich nicht mehr so neu, im Prinzip. Aber eben nur im Prinzip, denn jede Aufführung ist anders. Und ich kann nun nur zu gut nachvollziehen, wieso Patrick kein Problem damit hatte, es sich nochmal anzuschauen. Würde ich auch tun und kann ich euch nur empfehlen, und zwar bald. Denn viele Termine gibt’s nicht mehr, aber seht selbst: Termine Gott & Söhne

 

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