Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children

von Ransom Riggs

Ich muss zugeben, dass Ransom Riggs und seine „besonderen Kinder“ lange, lange an mir vorbei gegangen sind. Dann war ich für einige Zeit in den Staaten und bummelte durch Walmart (eine meiner Lieblingsbeschäftigungen), als mir auf Augenhöhe ein Buch begegnete, dessen Cover (jaja, never judge a book by its cover…) mich sofort ansprach. Reingeblättert, gekauft.

Und am nächsten Tag ausgelesen. Der Inhalt ist im Prinzip schnell zusammengefasst: Jacob, ein Underdog, einer, der nirgends so richtig reinpasst, ist am Weg zu seinem Großvater. Er will ihn besuchen und schauen, ob es dem alten Herren auch gut geht, so allein in seinem Häuschen am Waldrand. Stellt sich heraus: Es geht ihm nicht gut. Gar nicht gut. Eher schlecht, würde man sagen. Denn ein undefinierbares Monster ist gerade dabei, ihn zu zerfleischen, als Jacob auftaucht und es verscheucht. Der Großvater stirbt, hinterlässt seinem Enkel aber eine mysteriöse Nachricht, die im Wesentlichen besagt, er solle die Kinder auf der anderen Seite des Tunnels finden.

Dass man den Monster-Tod des Großvaters nicht einfach so wegsteckt, ist klar. Jacob bekommt professionelle Hilfe durch einen Psychiater, der ihn in seinem Vorhaben bestärkt, jene Insel zu besuchen, auf der sein Opa seine Kindheit und Jugend in einem Heim verbracht hat. Ein Ort, von dem er immer geschwärmt hat und von dem er Jacob früher oft mysteriöse Fotos von seinen Freunden, die Jacob später als erfunden abtat, zeigte. Vater und Sohn begeben sich also auf die Insel. Während der Vater auf der Suche nach seltenen Vögeln ist, stolpert Jacob aus Versehen in einen Tunnel, auf dessen anderer Seite sich eine Zeitschleife befindet. Dabei handelt es sich um einen Ort, der immer wieder denselben Tag erlebt, nur die Kinder im Waisenhaus des „Loops“ haben jedoch eine bewusste Wahrhnehmung davon. Überhaupt sind diese Kinder besonders. Da gibt’s einen Unsichtbaren, eine, die Feuer mit ihren Händen machen kann, einen, in dessen Bauch Bienen leben… Und schnell wird klar, dass auch Jacob über eine ganz besondere Fähigkeit verfügt, von der es wahrscheinlich abhängt, ob die Kinder den Angriff der lauernden Monster überleben werden…

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(c) 20th Century Fox

Meine Meinung.
Genial. Ich habe das Buch verschlungen. Einerseits ist es nicht nur extrem gut gemacht (zwischen den Kapiteln befinden sich immer wieder alte Fotos, die laut Angabe des Autors alle unbearbeitet sind und die Idee für das Buch angestoßen haben). Irgendwie fühlt man sich gleich wohl inmitten all dieser seltsamen Menschen, dazu kommt, dass das Buch spannend ist und hin und wieder von einem ganz speziellen Humor durchsetzt. Meiner Meinung nach eine absolute Leseempfehlung und nicht ohne Grund New York Times #1 Bestseller. Auch die Verfilmung von Timi Burton soll grandios sein, die hab ich aber absichtlich noch nicht gesehen. Toll fand ich auch das Interview mit dem Autor auf den letzten Seiten, es gibt einige Einblicke in seine Gedankenwelt und die Entstehungsgeschichte.

Ideale Lesezeit.
Während eines Aufenthalts auf einer britischen Insel. Oder im Frühling.

Letzter Satz.

„We rowed faster.“

Die Eckdaten.
Original: Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children (2011)
Seiten: 382
Preis: 8,99 Euro (D)ISBN: 978-1594746031

Kaufen.

 

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