Jasper Fforde – The Road to High Saffron

Wir schreiben das Jahr irgendwas, ein paar hundert Jahre in der Zukunft jedenfalls. Etwas ist passiert und seither ist das Leben ein anderes. Es wird bestimmt von den zahlreichen Regeln, die im Regelbuch vermerkt sind. Aus irgendeinem Grund können die Menschen nicht mehr alle Farben wahrnehmen; Farbe ist ein knappes Gut geworden. Die soziale Hierarchie hat sich verändert. Wer viel Farbe sehen kann, steht automatisch höher oben.

In diesen Zeiten lebt Eddie Russett. Er verfügt über eine exzellente Rotsicht, schon aus diesem Grund muss er sich nicht wirklich Sorgen um seine Zukunft machen. Er ist so halb Constance Oxblood versprochen, auch sie gehört zu den „Roten“, steht auf der Farbskala etwas über Eddie. Eigentlich scheint alles soweit geritzt. Doch Eddie ist ein Freidenker und wird als eine Art Demutsübung nach East Carmine geschickt. Die Randgegend braucht außerdem einen „Swatchman“ – ein Job, den sein Vater ausübt. Er ist soetwas wie ein Arzt.

Natürlich fällt Eddie auch in East Carmine durch ein bisschen Aufmüpfigkeit auf. Er findet aber schnell Freunde – und Feinde. Außerdem verliebt er sich in ein Mädchen mit einer außergewöhnlichen Nase. Ihr Name: Jane. Nachnamen hat sie nicht wirklich, denn sie ist eine von den Grauen. Sie verfügt über keinerlei Farbsichtigkeit und ist noch rebellischer als Eddie. Klar, dass die beiden quasi für einander bestimmt sind…

Meine Meinung

Hach. Ich mag Jasper Fforde eigentlich sehr. Vor allem seine Thursday-Next-Serie. Mit dieser Dystopie hatte ich so meine Schwierigkeiten. Es hat ewig lang gedauert, bis ich in die Story so richtig rein gekommen bin. Spannend ist anders. Was mich weiterlesen ließ, war die Neugierde. Die Neugierde darauf, was wohl passiert sein muss, dass die Welt so ist, wie sie im Buch beschrieben wird. Das Leben ist absurd, die Regeln sind absurd, die Gedankengänge sind absurd.

Und trotzdem aber so spannend. Wie könnte die Welt sein, würden ein paar Dinge, die wir als normal und selbstverständlich annehmen, plötzlich nicht mehr zutreffen. Es ist ein durchaus lesbares Buch, aber Pageturner war es für mich bei weitem nicht. Da mussten schon ein paar Langstreckenflüge her. Übrigens zahlt es sich auch hier aus, auf ein paar Kleinigkeiten zu achten und hin und wieder etwas nachzugooglen. Es gibt viel zu lernen. Stichwort „Lincoln Green“ oder „Munsell“. Übrigens habe ich das Buch schon letztes Jahr gelesen, für meine Leseliste 2019.

Die Eckdaten

Original: The Road to High Saffron – Shades of Grey (dt.: Grau)
Seiten:435 (Taschenbuch, Hodder & Stoughton)
ISNB: 978-0-340-96305-0
Preis: 9,99 Euro

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