George Watsky: How to ruin everything

Rezension zu „How to ruin everything“ von George Watsky

Tadaaa – noch ein Buch aus meiner 12 Bücher für 2019 Liste ist erledigt. Und es war eine sehr kurzweilige Lektüre, soviel vorweg. Aber zuerst zum Inhalt:

In „How to ruin everything“ hat der Rapper, Slam-Poet und Autor George Watsky – Jahrgang 1986 – einige Essays aneinander gereiht, die auf den ersten Blick nicht besonders viel miteinander zu tun haben. Er schreibt über die Momente im Leben, die nicht ganz so perfekt gelaufen sind. Etwa über die unrühmliche Episode, als er zum Elfenbeinschmuggler wurde oder von seinen epileptischen Anfällen. Was aber alle Geschichten gemeinsam haben: Sie zeigen einen doch relativ bekannten Rapper von seiner sehr menschlichen Seite. Es geht nie um den Künstler Watsky, sondern immer um den etwas unbeholfenen, schlaksigen weißen Jungen, der auf seine Art versucht, sich im Leben zurechtzufinden. Watsky schreibt ohne Beschönigung über sich selbst, ist selbstironisch, ernst und witzig zugleich. In einer insta-perfect World ist sein Buch eine erfrischende Oase der Menschlichkeit, Schwäche und Versagens.

„How to ruin everything“ ist erfrischend. Die Worte sind sorgfältig gewählt, der Stil erinnert an Watskys Musik. Ich mochte das Buch wirklich, auch wenn es wahrscheinlich für nicht besonders lang Spuren hinterlassen wird. Kann man lesen, muss man aber nur dann, wenn man sich für Watsky und dessen Musik auch auf einer anderen als einer literarischen Ebene interessiert.

Die Eckdaten:
Original: How to ruin everything (Plume 2016)
Seiten: 240 (Taschenbuch)
Preis: 11,99 Euro
ISBN: 978-0147515995

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