Viel und nix

Eigentlich hätte ich mega viel zu tun. Der Kalender ist in den unterschiedlichsten Farben (die alle nix bedeuten, aber für ein bisschen Fröhlichkeit sorgen) vollgeschrieben und das Themenspektrum reicht von „Artikel über Smartphones im Winter schreiben“, „Reifen wechseln“, „laufen gehen“ und „Angebote verschicken“ bis hin zu „Dörte umpflanzen“. Und das sind nur die lustigsten unerledigten Aufgaben am Weg von der To-Do zur Ta-Daaa! Liste.

Seit ich heut nach meinem Vormittagstermin nach Hause gekommen bin, hab ich nicht sooooo viel gemacht. Eine Kreuzfahrt-Guide-Award Geschichte, die morgen online geht, ist fertig. Das ist gut. Ich hab die mühevolle Aufgabe auf mich genommen, die Schokoladenreste im Kühlschrank zu entsorgen (ich hab sie gegessen), schließlich haben nur Perverse halb gegessene Schokoladentafeln herumliegen. Dann hab ich außerdem ein paar Notizen für mein Buch immerhin wieder ausgegraben. Meine 14-Jahre alte Pflanze Dörte, die so heißt, weil sie mal fast verdörrte, hat irgendwas erwischt, Zimmerpflanzenschnupfen oder so. Sie hat ihre ersten Jahre in meiner Studentenbude gefristet und das überlebt. Sie hat vier Umzüge überlebt. Sie hat all meine langen Reisen überlebt. Und jetzt lässt sie alles hängen. Ich hab also Dörte ausgegraben, Triebe umgepflanzt, ein Pflanzenlazarett errichtet. Das ist erledigt. Und dann hab ich noch Notizen für mein Buch wiederentdeckt. Vielleicht wird es also ja noch was mit „Buch endlich fertig schreiben“. In diesem Jahr. In diesem Leben. Whatever.

Jetzt sitze ich in meinem Jack-Skellington-Pyjama bei Kerzenschein und Toffee Cider vor dem Laptop, auf dem zwar 17 Fenster geöffnet sind, keins davon aber relevanter als Pinterest oder Webwhatsapp ist. Oh, und außerdem läuft Gilmore Girls im Hintergrund. Ich hab gerade nichtmal Lust, „The Outsider“ von Stephen King weiter zu lesen, obwohl das Buch wirklich genial ist. Ich erzähl euch das, weil ich finde, man darf sich hin und wieder ein bisschen Faulheit und Entspannung gönnen. Man darf manchmal ein bisschen netter zu sich selber sein. Das versuche ich mir gerade beizubringen und ihr könnt da auch gleich mitmachen. Man muss nicht immer funktionieren, man darf sich auch mal was gönnen. Produktivität ist genausowenig die Währung, in der wir unseren Wert messen sollten, wie – keine Ahnung – die Zahl der grauen Haare, die Zahl auf der Waage (oder auf dem Konto ;D). Also: Völker dieser Erde, relaxt!

 

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