Lo Malinke – ALle unter eine Tanne

Okay, diese Rezension ist vielleicht ein wenig spät dran oder halt zumindest nicht unbedingt das, was man Mitte März liest. Oder lesen will. Trotzdem muss ich sie endlich erledigen, schließlich liebe ich es bekanntermaßen, Dinge von meiner To-Do-Liste zu streichen. Und da steht nunmal „Rezension für Lo Malinke – Alle unter eine Tanne“ seit Wochen drauf. Das Buch ist ein #weihnachtsbuch, gelesen habe ich es tatsächlich letztes Jahr um die Weihnachtszeit. Es war auf keiner Leseliste oder so, aber es hat gleich zwei meiner Vorlieben angesprochen. Ich liebe Weihnachtsbücher. Ich liebe die kleinformatigen Bücher aus der Fischer TaschenBibliothek und sammle sie. Natürlich musste ich dann dieses auch haben.

Zum Inhalt
Eigentlich sind Elli und Robert schon seit Ewigkeiten getrennt. Elli dated in der Zwischenzeit ihren ehemaligen Motorrad-Lehrer Micha, der um ein großes Stück jünger ist als sie. Und Robert hat sich die Sprechstundenhilfe Chrissi angelacht. Soweit, so gut. Beide Paare sind recht glücklich miteinander. Sicher, Micha würde sich wünschen, dass Elli auch in der Öffentlichkeit mehr zu ihm stehen würde. Und Chrissi hofft auf einen Heiratsantrag von Robert. Aber sonst ist alles easy. Bis auf ein wichtiges Datum im Jahr. Weihnachten. Dann nämlich packt Micha sein Zeug und verschwindet für kurze Zeit. Robert kommt und stellt seine Fotos wieder auf. Für eine Nacht spielen die beiden wieder glückliches Ehepaar, denn dann kommen die Kinder. Die drei sind zwar mittlerweile selbst erwachsen, Tochter Susanna sogar mit eigener Familie, aber irgendwie bringen die beiden es dennoch nicht übers Herz, ihrem Nachwuchs die Wahrheit zu sagen.

Die finden sich auch pünktlich zum Fest ein – mit ihren ganz eigenen Storys und mit Geheimnissen, die sie plagen. Davon ahnen Elli und Robert nichts, als plötzlich alle vor der Tür stehen. Dass sich dann aber auch noch Micha weigert, das Haus für die alljährliche Farce zu verlassen und Chrissi auftaucht, macht die Sache nicht unbedingt entspannter. Dafür hätte Chrissi nicht erst Elli vor ein Ultimatum stellen müssen…

Meine Meinung
Das Buch ist von der Grundidee her auf den ersten Blick ziemlich unglaublich, aber auf den zweiten dann auch wieder nicht. Vor allem, wenn man die Familie nicht oft sieht, will man die kurze Zeit, die man hat, schön gestalten. Dass man Konflikten gerne ausweicht, liegt in der Natur der meisten Menschen. Das akzeptiert, ist das Buch sehr witzig geschrieben, dennoch verliert Malinke die Hintergründe der Personen nicht aus den Augen. Denn trotz allem Slapstick, der da schonmal dazwischen auftaucht, vergisst er nie auf seine Figuren und deren Geschichten, Gedanken und Gefühlswelten. Das Buch ist eine wunderbar kurzweilige Unterhaltung für die Vorweihnachtszeit und das komplette Gegenteil zu den sonst (meistens) eher romantischen Weihnachtsbüchern. Ein wenig fehlte mir aber die typische Weihnachtsstimmung, die ich von solchen Büchern erwarte.

Details
Original: Alle unter eine Tanne (2016)
Seiten: 348 (Fischer TaschenBibliothek, Hardcover)
Preis: 10,30 Euro
ISBN: 978-3-596-52127-2

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